Warum ich mittlerweile dagegen bin und es ganz aufgeben will (Stephan Weber)
18 Kommentare
Verwandte Artikel
GRÜNE bleiben zweitstärkste Kraft im Dieburger Stadtparlament – Fraktion setzt sich weiter für zukunftsfähige Entwicklung der Stadt ein
Dieburg, 16. März 2026 – Bei der gestrigen Kommunalwahl in Dieburg hat BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN trotz Stimmverlusten ihren Status als zweitstärkste Fraktion im Stadtparlament verteidigt. Mit einem Sitz weniger als zuvor bleibt die Partei ein zentraler Akteur für klimapolitische und nachhaltige Lösungen in der Kommune. Die Fraktion dankt allen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen in die grüne Kommunalpolitik.
Die Auszählung der Stimmen ergab, dass die Grünen mit einem knappen Ergebnis zwar einen Sitz abgeben mussten, jedoch weiterhin mit einer starken Fraktion im Dieburger Stadtparlament vertreten sind. „Auch wenn das Ergebnis nicht ganz unseren Erwartungen entspricht, nehmen wir die Verantwortung an, uns weiterhin mit ganzer Kraft für die Themen einzusetzen, die uns wichtig sind: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft für Dieburg“, erklärt Kerstin Memminger, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Dieburger Stadtparlament.
„Unser Fokus bleibt unverändert: Wir werden uns für eine klimagerechte Verkehrswende, den Ausbau erneuerbarer Energien und eine sozial gerechte Kommunalpolitik einsetzen. Die Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass wir diese Themen mit Nachdruck vertreten“, so Kerstin Memminger weiter.
Unsere Zusammenarbeit bieten wir allen an, die mit uns daran arbeiten wollen, unsere Stadt für kommende Generationen lebenswert zu erhalten.
Fünf Jahre grüne Initiativen – „Nichtstun ist keine Option“
Zum Abschluss des Kommunalwahlkampfs ziehen Bündnis 90/Die Grünen in Dieburg eine Bilanz ihrer Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung. In den vergangenen fünf Jahren hat die Fraktion nahezu 100 Anfragen und Anträge zu zentralen Zukunftsthemen eingebracht – von Klimaschutz und Mobilität über Kinderbetreuung und Bürgerbeteiligung bis hin zu bezahlbarem Wohnraum.
Nach Angaben der Grünen wurden rund 90 Prozent dieser Initiativen von der Mehrheitskooperation abgelehnt oder vertagt. Aus Sicht der Fraktion konnten dadurch wichtige Maßnahmen für eine nachhaltige Stadtentwicklung bislang nicht umgesetzt werden.
Zu den Vorschlägen der Grünen gehörten unter anderem ein Hitzeschutzkonzept und eine Klimafunktionskarte für Dieburg, eine Baumschutzsatzung, der Ausbau der Fahrradinfrastruktur, sichere Schulwege, ein ÖPNV-Ringbus sowie Maßnahmen für eine verlässlichere Kinderbetreuung und stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Auch Initiativen für mehr Photovoltaik, Energiesparmaßnahmen in kommunalen Gebäuden, bezahlbaren Wohnraum und mehr Bürgerbeteiligung wurden eingebracht.
„Viele dieser Vorschläge zielen darauf ab, Dieburg besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten – etwa auf zunehmende Hitzeperioden, die Verkehrswende oder den Bedarf an guter Kinderbetreuung“, erklären die Grünen. „Leider wurden zahlreiche dieser Initiativen von der bisherigen Mehrheit ausgebremst.“
Für die Grünen zeigt diese Bilanz, dass es neue politische Mehrheiten und einen klaren Zukunftskurs braucht. „Nichtstun ist für uns keine Option. Wir wollen Dieburg sozial gerecht, klimafreundlich und lebenswert weiterentwickeln.“
Mit Blick auf die Kommunalwahl am 15. März werben die Grünen deshalb für einen Politikwechsel. „Mit neuen Mehrheiten kann vieles möglich werden – für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft unserer Stadt.“
Kommunalwahl 2026 in Dieburg: Grüne starten Wahlkampf mit klarem Programm

Flyer – Langfassung – Fünf Fragen an Listenplätze 1-10 – Fünf Fragen an Listenplätze 11-20
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dieburg sind offiziell in den Wahlkampf zur Kommunalwahl am 15. März 2026 gestartet. Mit einem umfassenden Wahlprogramm und engagierten Kandidat:innen setzen sich die Grünen für eine soziale, ökologische und zukunftsfähige Entwicklung Dieburgs ein.
Im Mittelpunkt des Programms stehen Klimaschutz auf kommunaler Ebene, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Stadtentwicklung sowie mehr Bürgerbeteiligung. Ziel ist es, Dieburg lebenswert für alle Generationen zu gestalten – heute und in Zukunft.
„Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen klare Antworten und verantwortungsvolles Handeln vor Ort“, betont der Ortsverband. Die Grünen wollen zeigen, dass nachhaltige Politik in Dieburg konkret, umsetzbar und gerecht ist.
Der persönliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist ein zentraler Bestandteil des Wahlkampfs. Die Grünen sind an mehreren Wahlständen auf dem Dieburger Marktplatz vertreten (7. Februar, 21. Februar und 7. März 2026).
Das vollständige Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 in Dieburg sowie Porträts und persönliche Positionen der Kandidat:innen sind hier auf der Website abrufbar. Ergänzend werden Inhalte auf Instagram und Facebook veröffentlicht.
-
Themen
-
Kommentare
-
Kontakt
Stadtverordnetenversammlung in Dieburg: Projekt Fiege
Vielen Dank Herr Weber,
Sie haben für Gänsehaut gesorgt. Ihr Auftritt bei der Versammlung der Stadtabgeordneten war gelungen. Ich bin jetzt 56 Jahre und habe mich nie um Politik gekümmert. Das wird sich ändern. Ich werde den Grünen beitreten. Es ist Zeit dafür. Wir haben nur eine Erde. Wie weit wollen wir gehen?
Liebe Grüße und großen Erfolg wünscht Ihnen
Hanni Maack
Mein Leben lang habe ich CDU gewählt, wenn ich in Dieburg wählen dürfte, würde ich Sie wählen.
Meinen vollsten Respekt für diesen Meinungswandel und die mutige Rede im Parlament.
Sehr geehrter Herr Weber,
vielen Dank für Ihre „Brandrede“.
Sie haben nicht nur mich, sondern vielen Zuschauer und BürgerInnen aus Dieburg, Münster und Altheim aus dem Herzen gesprochen. Ich kann Ihnen nur zustimmen und bewundere Ihren Meinungswechsel. Ihre Inhalte sind zutreffend und auf den Punkt gebracht.
Bitte machen Sie weiter und sprechen mit den anderen Stadtverordneten sachlich und fachlich über das Großprojekt. Dieburg und Umgebung wird es Ihnen danken …
eine kleine, aber wesentliche korrektur zum leserbrief im darmecho heute:
wesentlicher inhalt meiner rede war, dass ich weder das „dieburger dreieck“ noch die „allmendsländer“ als gewerbegebiet im flächennutzungsplan haben wollte, sondern die konzentration auf das neue gewerbe- und mischgebiet „dieburg süd“ (= zwischen K126, K128, B45 und B26). im gegensatz zur bürgerinitiative sehe ich keinen sinn in einem „gewerbepark“ im „dieburger dreieck“, sondern will diese fläche so lassen wie sie jetzt ist.
eine „emotionale brandrede“ sollte es zumindest nach meiner absicht nicht sein, sondern nur eine begründung, warum ich persönlich der änderung des fnp nicht mehr zustimme. was Klaus Holdefehr da geritten (oder geraucht) hat, ist mir nicht so klar.
Guten Tag Herr Weber,
zunächst bedanke ich mich bei Ihnen für Ihre klaren Worte bezüglich der Bebauung am Dieburger Dreieck.
In Ihren obigen Ausführungen schreiben sie so, als würde die Bürgerinitiative am Dieburger Dreieck einen Gewerbepark haben wollen.
Woher haben Sie diese Information?
Gruß
D. Larem
aus besagtem leserbrief von frau Eckhardt im darmstädter echo vom 21.12.
und in der BI-Zeitung Nr_8_20131217.pdf steht
ok, das ist kein imperativ, sondern eher konjunktiv, aber trotzdem für meine aussage ausreichend.
Hallo Stephan,
Respekt vor deinem Statement, endlich steht jemand in der Stadtverordnetenversammlung auf und nimmt die Befürchtungen von vielen Dieburgern ernst.
Man hatte oftmals den Eindruck, man rede gegen eine Mauer. Eine gewisse Politikverdrossenheit ist die Folge.
Wenn „ihr“ als Fraktion Informationen über Gewerbesteuer benötigen solltet, dann melde dich bei mir. Meine Frau kann gerne mal einen Vortrag über „Organschaften“ und „Gewinnabführungsverträge“ sowie „Verrechnungspreise“ halten. Das ist ihr tägliches Brot als Steuerberaterin und Juristin bei PWC (PriceWaterhouse&Coopers).
Vielen Dank, Ingo
Endlich mal ein Politiker, der sagt was er denkt !!!
danke für die lorbeeren!
ein paar anmerkungen:
– viel mut hab ich da nicht gebraucht, eher überwindung gegenüber dem gefühl „ob sichs lohnt?“
– die anderen „politiker“ sagen im großen und ganzen auch, was sie denken, wobei ich mich weniger als „politiker“, sondern als politisch denkenden menschen sehe.
– auch wenn es sich nach außen vielleicht nicht so darstellt, denke ich, dass es noch andere gibt, denen bei dieser sache etwas mulmig ist.
– meine ablehnung der änderung des fnp hat weniger mit dem konkreten fiege-projekt zu tun, sondern mit der wenig nachhaltigen wirtschaftspolitik und allgemeiner lebensweise westlicher gesellschaften, also auch unserer, der der energie- und resourcenverbrauch egal ist, solange die waren von amazon schön billig und am nächsten tag da sind (ich schließe mich hier ausdrücklich nicht aus). die verlagerung von arbeitsplätzen von da nach hier wird gern gesehen, solange sie nicht von hier nach dort verlagert werden.
– daher ist es für mich zweitrangig, ob das megacenter 12 oder 18 m hoch werden soll, ob der banngraben verlegt und dabei mehr oder weniger naturnäher gestaltet wird usw.
Mit großem Erstaunen hatten wir der Presse entnommen, daß alle im Dieburger Stadtparlament vertretenen Parteien dem „Fiege-Projekt“ zugestimmt hatten. Bei einem Vorhaben mit solch weitreichenden Folgen eher unverständlich. Wo waren da eigentlich die „Grünen“ ?
Nun haben wir erfahren, daß Sie, zusammen mit Frau Haberer-Six, gegen eine Änderung des Flächennutzungsplans gestimmt haben,
Respekt !!!!!!!
Es gibt doch noch Politiker, die den Mut und Weitblick haben, frühere Entscheidungen auf den Prüfstand zu stellen, ob sie wirklich nachhaltigen Nutzen für die Menschen in und um Dieburg bringen. Zur Nachahmung empfohlen !
Wenn jemand nach Prüfung und Abwägung der Argumente für und gegen das Vorhaben bei seiner Zustimmung für das Logistikzentrum bleibt, kann man ihm keinen Vorwurf machen. Aber bitte das Projekt nicht im Schnellverfahren durchpeitschen, weil man sich selbst unter Erfolgsdruck gesetzt hat.
Die Grünen in Dieburg (Fiegenburg): Verrat an den eigenen Kernthemen!
Klimaschutz-Workshop, Verkehrsvermeidung und damit Lärm/Feinstaub-Emmisionssenkung, Nachhaltigkeit, Bürgernähe: Es scheint so, als handele es sich bei diesen „Buzzwords“ aus den Broschüren der Grünen lediglich um hohles Wortgeklingel. Immerhin stimmten sechs von acht Grünen Stadtverordneten für die Ansiedlung des Fiege-Logistikzentrums mit absehbar schlimmen Folgen für Nachbargemeinden und Umwelt.
Ich fürchte, das alle noch so sorgfältig pazierten grünangestrichenen Alibi-Aktionen nun auch nicht mehr darüber hinwegtäuschen können, dass die Grünen in Dieburg ihren eigenen Ansprüchen nicht im entferntesten gerecht werden. Da helfen auch zwei „Abweichler“ nicht.
Grüne in Diebug? Vergiss es!
kleine korrektur: fünf von acht.
Sehr geehrte Frau Haberer Six,
Sehr geehrter Herr Stephan Weber,
ich war am 30.1. als Gast in der Sitzung der Stadtverordneten anwesend als es die für Dieburg folgenschweren Entscheidung gab, wieder ein Stück Natur unwiderbringlich dem Erdboden, besser gesagt dem Betonboden, gleichzumachen um
ein völlig überflüssiges Reifenlager hier anzusiedeln.
Es stimmt einfach nicht, wenn Leute aus dem Stadtparlament behaupten alle wollen ihre
Konsumwünsche sofort und überall umgesetzt sehen und daher erfordert es eine Logistik wie sie hier und anderswo implementiert wird.
Ihnen beiden danke ich, daß Sie dem “Hauptsrom” widerstanden haben und einen winzigen Funken Hoffnung erzeugt, daß es auch in Dieburg noch Menschen in der Politik gibt und weiterhin geben wird, die sich eine eigene Meinung bilden und sie auch standhaft behaupten. Dazu gehört, glaube ich, in Dieburg eine besonders große mentale Stärke und eine gefestigte Grundhaltung. Selten habe ich eine so gute und passende Begründungsrede, wie die von Ihnen, Frau Haberer Six , am Donnerstag Abend vor den Stadtverordneten gehalten, gehört.
Dass es ausgerechnet eine „christlich orietierte“ Parlaments- Mehrheit ist, die dem Geld anstatt der Natur den Vorrang einräumt spricht für sich…
Großen Respekt und Anerkennung und vielen Dank im Namen meiner Familie , die Dieburg als lebenswerte Stadt kennen gelernt haben und es auch weiterhin so sehen möchten.
Dr. – Ing. Hermann Noth, Dieburg
Sorry, aber bei aller Bewunderung für die „Abweichler“: Unterm Strich hat die Mehrheit der Grünen Parlamentarier für zusätzliche Verkehrsbelastung, Naturverdrängung und Flächenversiegelung in gigantischem Ausmaß gestimmt.
Mittlerweile sind Bäume und Büsche gefällt und liegen zur Abholung bereit.
Bravo Grüne!
Ich bin auch sehr erbost über das Abstimmumgsverhalten der Grünen- Fraktion.
Wann wollen die Grünen in Dieburg endlich Farbe bekennen.
Mein Beitrag oben sollte allein den Abweichlern signalisieren, dass es Leute gibt, die
genau hinschauen und sehr wohl beim Kumulieren und Panaschieren ( Kommunalwahl ) aufpassen, wo die Kreuze zu setzen sind.
H. Noth