Konzeptetour der GRÜNEN Landtagsfraktion macht Station auf dem Dieburger
Marktplatz
29.6.2013
Zum Dialog mit den Dieburger Bürgerinnen und Bürgern waren Landtagsabgeordnete der GRÜNEN am Samstag zum Dieburger Marktplatz gekommen und stellten ihre Konzepte zu den unterschiedlichsten Themenbereichen der Landespolitik vor.
Kordula Schulz-Asche, Landesvorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der hessischen GRÜNEN, die auch in Dieburg dabei war, begrüßte am Stand mit dem auffälligen lindgrünen Erdgasfahrzeug die Mitglieder des Dieburger Ortsvereins der GRÜNEN sowie Vertreterinnen und Vertreter von Dieburger Projekten. Für den Verein Gedankenstein berichtete Ulrich Schanze über die Entstehung des Projektes „Gedankenstein“ mit dem an die verfolgten und ermordeten jüdischen Einwohner von Dieburg erinnert werden soll und den aktuellen Stand der Spendenaktion. „Das Projekt finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern“, betonte der Vertreter des Vereins und mit der Unterstützung vieler Spendenwilliger, zuletzt einer Klasse der Dieburger Goetheschule mit ihrem Lehrer Karl Rupp konnte eine beträchtliche Summe auf das Konto eingezahlt werden. Die Schülerinnen und Schüler hatten an verschiedenen Stellen in Dieburg für eine Spende Schuhe geputzt und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen geleistet. Der engagierte Lehrer konnte bei dieser Gelegenheit am Stand auch zusammen mit Ingeborg Steffens über das Projekt „Goethes Weltladen“ informieren, in dem sich Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften und ehrenamtlich tätigen Seniorinnen und Senioren engagieren und an zwei Tagen in der Woche einen Laden in der Schule betreiben, in dem sie fair gehandelte Produkte aus dem Weltladensortiment anbieten.
“Dieser Austausch mit engagierten Menschen ist es, den wir mit unserer Konzeptetour suchen, uns vor Ort zu informieren und ins Gespräch zu kommen“, freute sich Kordula Schulz-Asche, die zusammen mit ihren Fraktionskolleginnen Sigrid Erfurt und Karin Müller nach Dieburg gekommen war.
Im Verlauf des Vormittags besuchten die Abgeordneten gemeinsam mit Vertreterinnen der Dieburger GRÜNEN und begleitet von Iris Schimpf-Reeg, der Direktkandidatin der GRÜNEN aus dem Wahlkreises für die Landtagswahl dann die Beratungs-und Interventionsstelle des Vereins „Frauen helfen Frauen“ in der Rheingaustraße. Dort wurden die Gruppe von der Geschäftsführerin Dr. Constance Ohms und ihrer Kollegin Angelika Hartwig über die aktuelle Arbeit der Beratungsstelle und die neuen Herausforderungen für die Beratungstätigkeit in einer sich wandelnden und älter werdenden Gesellschaft informiert. Einig waren sich alle Anwesenden, dass die von der schwarz-gelben Landesregierung vor Jahren gekürzten Mittel wieder aufgestockt werden müssen, um gerade diesen neuen Herausforderungen begegnen zu können. Näherer Informationen hier.
“Die Finanzierung der Frauenhäuser und der Interventionsstellen muss langfristig sichergestellt werden. Und zwar gemeinsam von Bund, Ländern und den Kommunen“, so lautete das Fazit der Bundestagskandidatin der GRÜNEN, Kordula Schulz-Asche, bei ihrem Besuch.
„Hier muss auch das Land endlich seiner gesetzlichen Aufgabe nachkommen, und eine solide Finanzierung sicherstellen,“ fasste Iris Schimpf-Reeg ihren Eindruck der Diskussion zusammen.
Ausdrückliches Lob erfuhr der Landkreis für seine nachhaltige Unterstützung, auch wenn die fehlenden Mittel nicht komplett kompensiert werden konnten.
Nach dem einstündigen Austausch war noch ein Besuch im „Unikat“, dem Werkstattladen des Vereins Behindertenhilfe Dieburg e.V. in der Fußgängerzone eingeplant, wo sich die Abgeordneten von der hohen Qualität der Produkte aus Werkstätten von Menschen mit Behinderungen überzeugen konnten. Die Geschäftsführerin Bettina Weißhaar stellte die Entstehung und das Konzept des Werkstattladens vor, der Arbeitsplätze für Klienten bietet und betonte die Bedeutung der Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem Engagement die Öffnungszeiten des Ladens gewährleisten.
„Ein solches Angebot ist einmalig in der ganzen Region“, zeigte sich Cordula Schulz-Asche beeindruckt, „das muss unbedingt überregional bekannter werden. Die Produkte sind von so großer handwerklicher und designerischer Qualität, von zahlreichen überregionalen Einrichtungen an einem Geschäft zusammengeführt, und ich hoffe, dass solche Konzepte auf dem Weg in die inklusive Gesellschaft Zukunft haben.“

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