Der Aufstellungsbeschluß für den Bebaungsplan „Auf die Allmendländer“ wurde am 1.10.2012 gefasst. Vorplanungen zur Verkehrserschließung im Osten an die Frankfurter Straße ergaben die einzig mögliche Lösung mittels einer Brücke. Was ist bisher passiert: Die Träger öffentlicher Belange wurden informiert, der Umlegungsbeschluß gefasst, die Archäologische Voruntersuchung und Erstellung der artenschutzrechtlichen Voruntersuchung beauftragt. Der Magistrat empfahl dem zuständigen Ausschuss, in diesem Falle dem Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr: „Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die frühzeitige Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange auf Grundlage des vorliegenden Planentwurfes.“
Nun, wie sieht dieser vorliegende Planentwurf aus?
Und hier hole ich etwas aus, um auch die anwesenden und Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen.
Um das Gelände für FIEGE als Gewerbegebiet auszuweisen, gab es damals einen Tausch. 11 ha Acker- und Weidefläche wurden auf Wunsch der GRÜNEN getauscht gegen 16 ha Brache im sogenannten „Dieburger Dreieck“, das dann von der Firma FIEGE erworben wurde und derzeit bebaut wird. Ein Teil des Geländes „Auf den Allmendländern“ wurde also abgeplant und sollte der Natur erhalten bleiben. Nur so gaben die GRÜNEN ihre Zustimmung für das „Dieburger Dreieck“ als Gewerbegebiet. Hier stehen wir im Wort unseren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber.
Nun soll aber, um das geplante Gewerbegebiet erreichen zu können, ein monumentales Brückenbauwerk erstellt werden. Und dies könne nur gebaut werden, wenn ein Teil der Fläche, die eigentlich als Natur erhalten bleiben soll, überbaut wird. Hier sind wir dagegen aus den genannten Gründen.
Das ist aber noch nicht alles: Das geplante Brückenbauwerk wird die Stadt mehrere Millionen kosten. Diese Kosten werden logischerweise umgelegt, und zwar auf die zukünftigen Gewerbetreibenden, was die Grundstücke nicht attraktiver, weil teurer macht.
Und es gibt einen weiteren Grund, gegen dieses Brückenbauwerk zu sein, und diesen wollen wir den Dieburger Bürgerinnen und Bürgern nicht vorenthalten: Schon lange in Planung und Wunsch vieler ist eine Nordumgehung von Dieburg. Dieses Brückenbauwerk wäre der erste und entscheidende Schritt dafür. Und würde ca 3 Millionen kosten. Um den Plan, eine Nordumgehung zu bauen, umzusetzen, müssten weitere 5 Brückenbauwerke folgen. Die Straße würde uns insgesamt ca. 30 Millionen kosten. 30 Millionen, die wir nicht haben. Und für die es vom Land keine Zuschüsse gibt, soviel steht jetzt schon fest.
Und deshalb sagen wir hier und jetzt: Wehret den Anfängen!
Also: Gewerbegebiet in der ursprünglich vorgesehenen Form: Ja. In der vorliegenden Planung: Nein. Aus diesem Grund werden wir gegen den vorliegenden Planentwurf stimmen. Hier stehen wir bei den Bürgerinnen und Bürgern im Wort.
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