{"id":861,"date":"2018-10-15T17:19:38","date_gmt":"2018-10-15T17:19:38","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=861"},"modified":"2022-01-31T11:04:28","modified_gmt":"2022-01-31T11:04:28","slug":"luft-aufs-rad-und-ab-in-die-natur-dieser-ausflug-hat-viele-neue-eindruecke-vermittelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=861","title":{"rendered":"Luft aufs Rad und ab in die Natur &#8211; \u201eDieser Ausflug hat viele neue Eindr\u00fccke vermittelt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Darin waren sich alle Teilnehmenden der Radeltour mit den Gr\u00fcnen am vergangenen Sonntag einig. Nachdem die Ortsvereinsvorsitzende Gerhild Krause die ca. zwanzig  Interessierten am Start der Tour am Ende des S\u00fcdwestrings begr\u00fc\u00dft hatte, <!--more--> konnte sich die Gruppe bei herrlicher Oktobersonne bereits hier vom ersten Naturschutzgebiet einen Eindruck verschaffen: ein am Ende der Bebauung gelegenes Gebiet, das sowohl als Frischluftschneise f\u00fcr die Stadt ausgewiesen ist, als auch in fr\u00fcheren Jahren schon mal als Eislaufbahn geflutet wurde. \u201eDieses Gebiet darf nicht verbaut werden, zu seiner Pflege tragen Landwirte bei\u201c, erl\u00e4uterte Andreas Will, der die Radelnden sachkundig begleitete. Der Weg f\u00fchrte dann zu einem in der Schutzkategorie h\u00f6herwertigen Gebiet am Spie\u00dffeld,  dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet mit Magerwiesen, das  unter EU-Schutz steht. Hier wird die Pflege haupts\u00e4chlich und lediglich von Schafen \u00fcbernommen, die sich zweimal im Jahr hier satt essen d\u00fcrfen. Weitere Eingriffe finden in diesem Gebiet, dessen Bodenbeschaffenheit zahlreichen Tier-und Pflanzenarten Lebensraum bietet, nicht statt. Dass hier im Untergrund Sandvorkommen liegen, die aus der Eiszeit stammen, \u00fcberraschte die Zuh\u00f6renden sehr.<\/p>\n<p>Am trocken gefallenen Zulauf des Spie\u00dffeldweihers wurde deutlich, wie sehr die Trockenheit und Hitze des vergangenen Sommers den Gew\u00e4sserzustand beeinflusst haben. Dies zeigte sich  auch an der weiteren Station am Wolfgangsee.  Hier wurde auch das Thema Verschlammung und die Zustimmung des Parlamentes zu einem entsprechenden GR\u00dcNEN Antrag, den See durch Ausbaggern von Tiefschlamm zu befreien, diskutiert. Erste Untersuchungen finden hierzu aktuell statt. Das Problem des Wassermangels wird sich in Zukunft m\u00f6glicherweise versch\u00e4rfen, auch hier haben die Gr\u00fcnen mit dem Vorschlag, das Regenwasser aus dem geplanten Neubaugebiet an dieser Stelle einzuleiten, einen L\u00f6sungsvorschlag angeregt. Auch auf die Frage einer Radlerin, ob es am Wolfgangsee Probleme mit vermehrten G\u00e4nsepopulationen gibt, wusste Andreas Will, der ortskundige Vertreter der GR\u00dcNEN, Bemerkenswertes zu berichten. Eine Untersuchung hat ergeben, dass hier gelegentlich anzutreffende Graug\u00e4nse  nur zum Fr\u00fchst\u00fcck nach Dieburg kommen, ansonsten halten sie sich an den Reinheimer Teichen auf. Die Belastung am Wolfgangsee ist daher eher gering.<\/p>\n<p>\u201eWas ist das H\u00f6rmes, ein gro\u00dfes und ein kleines\u201c? Diese Frage wurde im weiteren Verlauf der Tour gekl\u00e4rt. Vorbei an dem geplanten Neubaugebiet Dieburg West lag das Schutzgebiet \u201eGro\u00dfer H\u00f6rmes\u201c am Weg. Die Unterschutzstellung  dieses Gebietes  wurde vor einigen Jahrzehnten durch eine B\u00fcrgerinitiative erstritten, von der zwei VertreterInnen an der Tour teilnahmen und aus erster Hand berichten konnten. Auch das jenseits der Bahnlinie gelegene \u201eKleine H\u00f6rmes\u201c gilt heute als Schutzgebiet, das weder bebaut noch angetastet werden darf. Hier werden nur Laichwege neu angelegt, wenn es erforderlich erscheint, der Mensch bleibt hier au\u00dfen vor.<\/p>\n<p>Die letzte Station der Naturerkundung war die Schutzfl\u00e4che \u201eFohlenweide\u201c, die leider wegen der Astbruchgefahr aufgrund der k\u00fcrzlich entstandenen Sturmsch\u00e4den nur von weitem betrachtet werden konnte. Bemerkenswert ist der Offenlandcharakter dieser Fl\u00e4che, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts der Pferdezucht diente und heute von einer Herde von Guernsey-Rindern sowie von vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten bewohnt wird.<\/p>\n<p>An der Schutzh\u00fctte am Sch\u00fctzenhaus klang die Rundfahrt nach 12 km Pedale treten bei Kaffee und Kuchen aus. Eindr\u00fccke wurden vertieft, und aktuelle Diskussionen und Aktivit\u00e4ten zum Landtagswahlkampf er\u00f6rtert. Hierzu konnte Sebastian St\u00f6veken, der als Direktkandidat f\u00fcr die GR\u00dcNEN antritt, ausf\u00fchrliche Informationen geben. <\/p>\n<p>\u201eBesonders gefreut hat uns auch das Interesse der kleinen RadlerInnen f\u00fcr ihre Natur, die daf\u00fcr nun mit einer gr\u00fcnen Klingel am Rad fahren k\u00f6nnen\u201c, freut sich Gerhild Krause. Alle Mitfahrenden waren sich auch einig, dass es immer wieder neue und interessante Themenbereiche bei den Radtouren mit den GR\u00dcNEN in Dieburg gibt, die ebenso neue, wie<br \/>\n\u00fcberraschende Erkenntnisse bieten.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr die Fraktion bieten sie Ans\u00e4tze f\u00fcr parlamentarische Initiativen. So wird sich die Fraktion daf\u00fcr einsetzen, dass die auch schon im Fl\u00e4chennutzungsplan der Stadt eingetragenen Biotopverbindungen erhalten und ausgeweitet werden. <\/p>\n<img src=\"http:\/\/gruene-dieburg.de\/bilder\/20181014-radeln.jpg\" alt=\"stadtradeln\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darin waren sich alle Teilnehmenden der Radeltour mit den Gr\u00fcnen am vergangenen Sonntag einig. 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