{"id":590,"date":"2017-05-17T08:17:11","date_gmt":"2017-05-17T08:17:11","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=590"},"modified":"2022-01-31T11:04:28","modified_gmt":"2022-01-31T11:04:28","slug":"warum-wir-fuer-eine-sanierung-des-feuerwehrhauses-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=590","title":{"rendered":"Warum wir f\u00fcr eine Sanierung des Feuerwehrhauses sind"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>Die Probleme an den Geb\u00e4uden der Feuerwehr erfordern es, dass wir die Entscheidung nicht auf sp\u00e4ter verschieben, sondern jetzt treffen, so dass schnellstm\u00f6glich Abhilfe geschaffen werden kann. <!--more--><br \/>\nTeile der Halle sind sanierungsbed\u00fcrftig; die R\u00e4umlichkeiten, die der Jugendfeuerwehr zur Verf\u00fcgung gestellt werden, sollten dringend verbessert werden; und auch andere R\u00e4ume erfordern eine Modernisierung. Deshalb sind wir heute dazu aufgerufen, die grunds\u00e4tzliche Entscheidung zwischen zwei Alternativen zu treffen.<br \/>\nDie Alternative \u201eNeubau\u201c bietet einige tats\u00e4chliche und scheinbare Vorteile, konnte uns aber nach sorgf\u00e4ltiger Abw\u00e4gung aller Argumente nicht \u00fcberzeugen. Zu viele wichtige Gr\u00fcnde sprechen dagegen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erstens ist das jetzige Geb\u00e4ude der Feuerweht noch nicht vollst\u00e4ndig abgeschrieben. Ca. 1,1 Mio \u20ac an Abschreibung gingen verloren, w\u00fcrden wir das Geb\u00e4ude jetzt schon aufgeben. Wenn wir jedes \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude nach 40 Jahren abrei\u00dfen und neu bauen wollten, h\u00e4tten wir hier mehr zu tun und zu bezahlen, als wir darstellen k\u00f6nnen. Die Lebenserwartung eines Geb\u00e4udes ist nicht auf 40 Jahre begrenzt. Wenn die erforderlichen Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung durchgef\u00fchrt werden, kann es bedeutend l\u00e4nger erhalten und genutzt werden.<\/li>\n<li>Zweitens ist die Quote an F\u00f6rdermitteln, die wir f\u00fcr den Neubau erhalten k\u00f6nnten, gering: laut Informationen, die der B\u00fcrgermeister in der zust\u00e4ndigen Ministeriumsabteilung erhalten hat, sind nur die minimal notwendigen R\u00e4umlichkeiten f\u00f6rderungsf\u00e4hig. Die F\u00f6rderquote selbst bel\u00e4uft sich bei einer finanzstarken Kommune wie Dieburg auf 20 %. Da die besagte Minimalgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Dieburger Feuerwehr keinesfalls ausreichend w\u00e4re, w\u00fcrde die F\u00f6rderung in der Endabrechnung noch wesentlich geringer ausfallen und bei nur noch etwa 10 % liegen. <\/li>\n<li>Drittens besitzt die Stadt Dieburg kein geeignetes Grundst\u00fcck, auf dem ein Neubau der Feuerwehr errichtet werden k\u00f6nnte. Dieses Grundst\u00fcck m\u00fcsste zuerst gefunden und gekauft werden. Beides ist problematisch: Bei guter Verkehrsanbindung d\u00fcrfte das Grundst\u00fcck nicht zu weit vom Stadtzentrum liegen, es muss f\u00fcr die Feuerwehrleute gut und schnell erreichbar sein, es d\u00fcrfte nicht zu klein, nicht zu teuer sein, es m\u00fcsste vor allem \u00fcberhaupt zum Verkauf stehen.<\/li>\n<li>Viertens ist ein Neubau zur Zeit nicht finanzierbar. Die gesch\u00e4tzten 10 Millionen Euro, die ben\u00f6tigt werden, und hier ist das Grundst\u00fcck noch nicht eingerechnet, sind nicht im Haushalt vorgesehen, und der Haushalt gibt eine Investition dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung auch nicht her, ohne andere ebenso dringend notwendige Projekte abzuplanen, wie zum Beispiel der Bauhof und die Sanierung des Freibades. Hier sollten wir uns kurz in Erinnerung rufen, dass beide Bauwerke wesentlich \u00e4lter sind als die Geb\u00e4ude der Feuerwehr. F\u00fcr das Freibad haben wir uns nach einer Beteiligung der B\u00fcrger bereits auf eine Sanierung geeinigt und im Fall des 100 Jahre alten Bauhofs ist ein Neubau tats\u00e4chlich angebracht und dringend notwendig. Beide Projekte k\u00f6nnen wir nicht zur\u00fcckstellen. Sollte tats\u00e4chlich die Entscheidung pro Neubau Feuerwehr fallen, m\u00fcssen uns deshalb hier \u00fcber die Aufnahme von Kommunalkrediten, Geb\u00fchrenerh\u00f6hungen, die Streichung freiwilliger Leistungen und eine Stra\u00dfenbeitragssatzung Gedanken machen. Der Grundst\u00fcckskauf k\u00f6nnte nachtr\u00e4glich zwar durch eine Konversion der an Stelle des Altbaus gelegenen Fl\u00e4chen zu Wohnraum und den Verkauf dieser Fl\u00e4chen finanziert werden, es w\u00e4re jedoch auch hier ein weiterer Kredit zur Zwischenfinanzierung notwendig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vor einer Entscheidung dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung, die so weitreichende Auswirkungen auf die finanzielle Handlungsf\u00e4higkeit der Stadt haben wird, sollten wir auch hier die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger an der Entscheidung beteiligen.<\/p>\n<p>Eine Sanierung der Feuerwehr ist zwar weniger spektakul\u00e4r, und einiges, was an Geb\u00e4ude und R\u00e4umlichkeiten nicht optimal ist, wird auch erst einmal so bleiben. Trotzdem k\u00f6nnen wir f\u00fcr die 3,31 Mio Euro, die bereits im Haushalt f\u00fcr eben diesen Zweck eingeplant sind, alles so herrichten, wie es gebraucht wird. Die notwendigen Sanierungen von Hallendach- und Toren, den R\u00e4umen der Jugendfeuerwehr, der Geb\u00e4udetechnik, zum Beispiel der Brandmeldeanlage, der Umkleider\u00e4ume sowie alle anderen sinnvollen Sanierungen, die den Werterhalt und die Nutzung der Geb\u00e4ude f\u00fcr die k\u00f6mmenden Jahre sichern,  k\u00f6nnen mit diesem Budget in absehbarer Zeit durchgef\u00fchrt werden. In den vergangenen Jahren 40 wurde das Geb\u00e4ude nicht einfach nur genutzt, sondern es wurde kontinuierlich investiert, erweitert und modernisiert. So wurde zum Beispiel die W\u00e4rmed\u00e4mmung verbessert, die Technik und die Sanit\u00e4rr\u00e4ume sind ebenfalls nicht mehr auf dem Stand von vor 40 Jahren.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude kann nach der Sanierung noch f\u00fcr viele Jahre genutzt werden, und wer denkt, dass man nach einem Naubau die Geb\u00e4udeinstandhaltung f\u00fcr die folgenden Jahrzehnte einstellen k\u00f6nnte, der irrt sich. Unserer Meinung nach ist es zumutbar ein renoviertes Feuerwehrhaus weitere 20 bis 30 Jahre zu nutzen, da es nach Abschluss der Arbeiten auf dem neusten Stand der Technik sein wird und au\u00dferdem der Feuerwehr bedeutend mehr Platz bietet als ein Neubau. Eine Sanierung ist daher f\u00fcr uns die eindeutig zu bevorzugende Alternative, der Neubau ist unn\u00f6tig und zu teuer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr geehrte Damen und Herren, Die Probleme an den Geb\u00e4uden der Feuerwehr erfordern es, dass wir die Entscheidung nicht auf sp\u00e4ter verschieben, sondern jetzt treffen, so&#8230; <\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/590"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=590"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":618,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/590\/revisions\/618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}