{"id":2019,"date":"2022-08-19T11:41:07","date_gmt":"2022-08-19T11:41:07","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=2019"},"modified":"2022-11-11T09:51:10","modified_gmt":"2022-11-11T09:51:10","slug":"dieburger-gruene-nehmen-ihre-verantwortung-fuer-eine-klimagerechte-stadtentwicklung-wahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=2019","title":{"rendered":"Dieburger GR\u00dcNE nehmen ihre Verantwortung f\u00fcr eine klimagerechte Stadtentwicklung wahr"},"content":{"rendered":"<h4>Stellungnahme zur Berichterstattung im Dieburger Anzeiger zur Rochus-Bebauung<\/h4>\n<p>Die von der Kooperation der CDU, FDP und UWD angef\u00fchrte verabredete Zusammenarbeit aller Fraktionen im Bezug auf die Gespr\u00e4che mit dem Investor und der B\u00fcrgerinitiative bezog sich lediglich auf die Gespr\u00e4che mit den Anwohner:innen. <!--more--><\/p>\n<p>\u201e Daher haben wir zwar Gespr\u00e4che mit allen Fraktionen im Stadtparlament und der B\u00fcrgerinitiative gemeinsam gef\u00fchrt, der Verzicht auf eigene Antr\u00e4ge der Fraktionen war nie im Gespr\u00e4ch, und w\u00e4re aufgrund der freien Mandatsaus\u00fcbung auch nicht in unserem Sinn\u201c, so die Fraktionsvorsitzenden der GR\u00dcNEN  Kerstin Memminger und Christian St\u00f6veken zu den \u00c4u\u00dferungen der Kooperation.<\/p>\n<p>In den gesamten bisherigen Beratungen haben die GR\u00dcNEN immer wieder auf die in ihrem vorliegenden Antrag formulierten Ziele hingewiesen und damit nun eine Grundlage f\u00fcr die weitere Debatte im Ausschuss geschaffen. Dieser Antrag wurde im \u00fcblichen Verfahren in den parlamentarischen Gesch\u00e4ftsgang eingebracht und gleichzeitig der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt, also zeitlich vor den \u00f6ffentlichen Beratungen der Bebauungspl\u00e4ne f\u00fcr das Rochus-Gel\u00e4nde.<br \/>\n\u201eDamit haben wir als Oppositionsfraktion unsere Ideen rechtzeitig zur Beratung eingebracht, um den anderen Fraktionen die Gelegenheit zu bieten, diese ausf\u00fchrlich zu pr\u00fcfen und zu beraten. Und auch die \u00d6ffentlichkeit hat das Recht hier informiert zu werden\u201c, so die GR\u00dcNEN weiter.<br \/>\nAuch die GR\u00dcNEN sprechen der Bebauung des Rochus-Areals als Stadtentwicklungsprojekt gr\u00f6\u00dfte Bedeutung zu. Aus diesem Grund ist es wichtig, die bisher eingereichten Planunterlagen auf \u00dcbereinstimmung mit  Baugesetzgebung, Naturschutzrecht, Wasserrecht, Klimaschutz, den Belangen der Nachbarschaft und nicht zuletzt auf die \u00dcbereinstimmung mit den Auslobungsbedingungen des Wettbewerbs zu pr\u00fcfen und gegebenenfalls Anpassungen zu fordern und Abw\u00e4gungen zu treffen. Dies hat bisher in den st\u00e4dtischen Gremien nicht stattgefunden.<br \/>\nDie vorgelegten zus\u00e4tzlichen \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge der GR\u00dcNEN, die \u00fcber das Ma\u00df der bereits in der vorliegenden Magistratsvorlage  empfohlenen \u00c4nderungen zur Planung hinausgehen, f\u00fchren nicht wie vom Investor dargestellt, zu einer unwirtschaftlichen Bebauung des Gel\u00e4ndes. Die GR\u00dcNEN legen gro\u00dfen Wert auf die Feststellung, dass diese Antr\u00e4ge, falls sie mehrheitlich verabschiedet werden sollten, nicht zu Verlusten von vermietbaren Fl\u00e4chen oder anderen Einschr\u00e4nkungen f\u00fchren w\u00fcrden.  Lediglich eine \u00c4nderung der Anordnung der Geb\u00e4ude innerhalb der zu \u00fcberplanenden Fl\u00e4chen w\u00e4ren die Folge.<br \/>\nDie Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Wohnen f\u00fcr Senior:innen, Studierende und Wohnmodelle f\u00fcr Pflegebed\u00fcrftige Menschen war von Beginn an ein wesentliches Kriterium f\u00fcr die GR\u00dcNEN, den Entwurf zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus geht es um das Einhalten der Abstandsregelungen zu den \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen, die in der zurzeit vorliegenden Planung im Bereich Kratzengasse und im Bereich Steinstra\u00dfe nicht eingehalten werden. Diese baugesetzliche Regel dient jedoch zum Schutz der Nachbarn und kann durch geringe Lageverschiebungen der Geb\u00e4ude und durch die H\u00f6henlage der Au\u00dfenanlagen durch den Investor leicht eingehalten werden. Die planerisch nicht eingehaltenen naturschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Bedingungen im Bereich der Abstandsregelung zu dem Wasserlauf sind ebenfalls durch ein Verschieben der Bauk\u00f6rper mit wenig planerischem Aufwand m\u00f6glich.<br \/>\nDer Bedeutung des  Klimaschutzes, dem Erhalt des Baumbestandes und der Zug\u00e4nglichkeit des Wasserlaufs ist leider in den Entwurfspl\u00e4nen und im Bebauungsplanentwurf nicht ausreichend Ber\u00fccksichtigung zuteilgeworden. Weder einer angemessenen Bepflanzungsm\u00f6glichkeit mit B\u00e4umen auf den Freifl\u00e4chen noch der eigentlich vorgeschriebenen Versickerung von Regenwasser und einer Nutzung der Dachfl\u00e4chen mit Photovoltaikanlagen wurde hier ein Platz einger\u00e4umt. Der Vorschlag der GR\u00dcNEN, im Bereich der Tiefgarage Pflanzinseln mit Bodenkontakt herzustellen, wurde vom Investor laut Pressebericht verworfen. Diese Variante w\u00fcrde dem Investor eine dauerhafte Begr\u00fcnung des Areals mit B\u00e4umen, eine Versickerung des Oberfl\u00e4chenwassers und somit eine Verbesserung der Wohnbedingungen der zuk\u00fcnftigen Bewohner:innen erm\u00f6glichen. Der hierf\u00fcr entstehende Platzverlust in der Tiefgarage w\u00fcrde, nach Vorschlag der GR\u00dcNEN, durch einen Entfall der Fl\u00e4chen von 15 Parkpl\u00e4tzen kompensiert. Der Bauherr w\u00fcrde hier nachweislich Folgekosten f\u00fcr die Einleitung des Oberfl\u00e4chenwassers f\u00fcr \u00fcber 9000m\u00b2 Fl\u00e4che j\u00e4hrlich einsparen und die Wohnqualit\u00e4t sowie das Stadtklima verbessern. Die Abstufung der Ufermauer in einem Bereich von ca. 10m w\u00fcrde wohl einen finanziellen Aufwand f\u00fcr den Investor bedeuten, gleichzeitig steigt jedoch die Wohnqualit\u00e4t der zuk\u00fcnftigen Nutzer:innen und das Stadtklima verbessert sich. Sommerlicher Hitzeschutz z.B. durch den Zugang zum Gew\u00e4sser ist sp\u00e4testens seit diesem Sommer unverzichtbarer Bestandteil jeglicher Planung.<br \/>\nDer Erhalt und die Sichtbarmachung des Hexenturmstumpfes wurden bereits in der Auslobung gefordert und leider in den Entw\u00fcrfen nicht befriedigend umgesetzt. Dass dieser in Zukunft als Treppenhaus zur Tiefgarage dienen soll w\u00e4re eine Missachtung der historischen Bedeutung. Die Geschichte dieses Turms, das Leiden der unz\u00e4hligen Personen, die hier eingesperrt wurden, gefoltert und anschlie\u00dfend als Hexen verbrannt wurden, fordert eine eindeutige Heraushebung der Turmreste als Gedenkst\u00e4tte.<br \/>\nZum Abschluss m\u00f6chten die GR\u00dcNEN nochmals darauf hinweisen, dass ein vorhabenbezogener Bebauungsplan die m\u00f6gliche Bebaubarkeit des Gel\u00e4ndes regelt. Nicht alleine der Entwurf des Investors  setzt die Vorgaben unumst\u00f6\u00dflich f\u00fcr den Inhalt des  Bebauungsplanes fest. Ein fruchtbarer Austausch und die Abw\u00e4gung der Interessen des Inverstors und der Stadtgesellschaft unter Ber\u00fccksichtigung gesetzlicher Vorgaben w\u00e4ren hier zielf\u00fchrender als die Androhung der Aufgabe der Planung durch den Investor, wenn es unterschiedliche Auffassungen gibt.<br \/>\nF\u00fcr die Stadt Dieburg kann gemeinsam mit dem Investor ein nachhaltiges und lebenswertes Rochus Quartier entstehen. Dies ist nur im Dialog und unter Ber\u00fccksichtigung der Interessen aller Beteiligten m\u00f6glich, daf\u00fcr stehen die GR\u00dcNEN bereit.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Fraktion<br \/>\nKerstin Memminger  und Christian St\u00f6veken<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme zur Berichterstattung im Dieburger Anzeiger zur Rochus-Bebauung Die von der Kooperation der CDU, FDP und UWD angef\u00fchrte verabredete Zusammenarbeit aller Fraktionen im Bezug auf die Gespr\u00e4che mit dem Investor&#8230; <\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2019"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2019"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2019\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2124,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2019\/revisions\/2124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}