{"id":1982,"date":"2022-04-23T20:08:00","date_gmt":"2022-04-23T20:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=1982"},"modified":"2022-05-26T06:44:30","modified_gmt":"2022-05-26T06:44:30","slug":"dieburger-gruene-und-spd-auf-der-suche-nach-zukunftsfaehigen-baukonzepten-besuch-der-oekosiedlung-friedrichsdorf-liefert-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=1982","title":{"rendered":"Dieburger GR\u00dcNE und SPD auf der Suche nach zukunftsf\u00e4higen Baukonzepten: Besuch der \u00d6kosiedlung Friedrichsdorf liefert Antworten"},"content":{"rendered":"<p>Mit vielen Fragen kam die Gruppe aus Dieburger Stadtverordneten und Magistratsmitgliedern der GR\u00dcNEN und SPD, einem Mitglied des Energieb\u00fcrgertisches und des GR\u00dcNEN Ortsverbandes am Samstagvormittag nach Friedrichsdorf in die \u00d6kosiedlung:<!--more--><\/p>\n<p>Wie gelingt die Entwicklung eines Wohnquartiers unter dem Leitziel der Nachhaltigkeit? Wie lassen sich soziale Aspekte und \u00f6kologische Ziele vereinbaren? Wie kann die Bev\u00f6lkerung in den Planungsprozess eingebunden werden? Wie gelingt die Anbindung an die bestehende Bebauung?<br \/>\nAntworten darauf bekamen sie von B\u00fcrgermeister Lars Keitel (Gr\u00fcne), Michael Henninger und Benedikt Leidorf von der Projektentwicklungsgesellschaft FRANK.<\/p>\n<p>Einig waren sich Keitel und Henninger darin, dass die intensive Vorarbeit einer breit aufgestellten st\u00e4dtischen Kommission in den Jahren 2011 bis 2015 inklusive eines mehrschrittigen Beteiligungsprozesses der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unter dem Leitgedanken, eine \u00d6kosiedlung entstehen zu lassen, die erfolgreiche Umsetzung des Projektes erst erm\u00f6glicht hat. Dem Planungsprozess folgte ein Wettbewerb, aus dem das Immobilienunternehmen FRANK als Siegerin hervorging. Danach dauerte es noch einmal eineinhalb Jahre bis zur Verabschiedung des Bebauungsplans. Heute ist das 7 Hektar gro\u00dfe Quartier mit einer Mischung unterschiedlicher Wohnformen bereits zu mehr als der H\u00e4lfte fertiggestellt und bewohnt. <\/p>\n<p>Den Dieburger G\u00e4sten fiel zun\u00e4chst der Eingangsbereich zur Siedlung auf: ein baumbestandener Platz, an dem sich ein B\u00e4cker und ein Nachbarschaftstreff mit Reparaturcaf\u00e9  sowie Seniorenwohnungen und eine Kindertagesst\u00e4tte befinden. Und die Bushaltestelle &#8222;\u00d6kosiedlung&#8220;.<\/p>\n<p>Die verschiedenen \u00f6kologischen und baulichen Aspekte erl\u00e4uterten Henninger und Leidorf zun\u00e4chst theoretisch, bevor die zehn Dieburgerinnen und Dieburger sich bei einer Begehung auch einen pers\u00f6nlichen Eindruck machen konnten: Das f\u00fcr das Quartier identit\u00e4tsbildende Nahw\u00e4rmenetz mit Nutzung der Sonnenenergie und deren Speicherung und Abruf \u00fcber den Jahreslauf in einem gro\u00dfen Eisspeicher. Jedoch ist auch der Einsatz von Erdgas f\u00fcr die Blockheizkraftwerke und Gasbrennwertkessel zur Spitzenlastabdeckung noch n\u00f6tig. Das Nahw\u00e4rmenetz bedingt die kompakte Bauweise der Siedlung unter Verwendung von Baustoffen mit m\u00f6glichst geringem \u00f6kologischem Fu\u00dfabdruck.<\/p>\n<p>Zwischen den beiden Teilbereichen der \u00d6kosiedlung liegt ein kleiner Park als gr\u00fcne Mitte und Frischluftschneise, die Innenbereiche sind mit einem arten- und strukturreichen Gr\u00fcnkonzept vorgesehen. Am Rand der Siedlung gibt es einige Besucherparkpl\u00e4tze, die Pkw-Stellpl\u00e4tze f\u00fcr die Bewohnerinnen und Bewohner befinden sich in einer Tiefgarage unter der Siedlung mit direktem Zugang zu den H\u00e4usern durch den Keller. Zudem wurde von der Unsitte der zwei Stellpl\u00e4tze je Wohneinheit abger\u00fcckt. Dieses Konzept hat zur Folge, dass die Bereiche zwischen den H\u00e4usern autofrei sind mit entsprechenden Vorteilen f\u00fcr das soziale Leben in der Siedlung. Wer ganz auf ein eigenes Auto verzichten m\u00f6chte, findet an zentralen Orten nicht nur Carsharing- sondern auch E-Bikes und E-Lastenr\u00e4der, die \u00fcber eine Quartiersapp von den Bewohnerinnen und Bewohnern gebucht werden k\u00f6nnen. Zwei Stunden pro Monat sogar kostenlos!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Dieburger G\u00e4ste k\u00f6nnte dieser Besuch ein Blick in die Zukunft sein. Denn auch f\u00fcr das Baugebiet Dieburg-West hat ein st\u00e4dtischer Arbeitskreis unter Beteiligung aller Fraktionen und weiterer Personenkreise &#8211; mit Unterst\u00fctzung der Heidelberger <a href=\"https:\/\/www.metris-architekten.de\/team-metris-architekten\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;metris architekten&#8220;<\/a> Thorsten Erl und Andreas Bartels &#8211; in mehreren Workshops bereits zukunftsf\u00e4hige Ideen diskutiert. Nachhaltigkeit und das Ziel, ein Angebot f\u00fcr Menschen in verschiedenen Lebenslagen und Altersklassen zu machen, waren dabei zentrale Aspekte.<\/p>\n<p>Bleibt zu hoffen, dass die Dieburger Stadtverordneten sich am Ende auch auf ein Leitziel einigen k\u00f6nnen, das diesen Anspr\u00fcchen gerecht wird. Den Antrag der GR\u00dcNEN, diese Exkursion als Stadtparlament gemeinsam durchzuf\u00fchren, hatte die Koalition aus CDU, FDP und UWD jedenfalls mangels Interesse abgelehnt.<\/p>\n<img src=\"http:\/\/gruene-dieburg.de\/bilder\/202204231-oekosiedlung_friedrichsdorf.jpg\" alt=\"gryne energiezentrale\" \/>\n<p>In der Energiezentrale, \u00d6kosiedlung Friedrichsdorf: Von links: Stephan Weber (Gr\u00fcne), Kerstin Memminger (Gr\u00fcne), Rolf Netzlaff (SPD), Ferdinand B\u00f6hm (SPD), Henning Eckel (Energieb\u00fcrgertisch), Gerhild Krause (Gr\u00fcne), Tobias Gfall (Gr\u00fcne), Claudia Michael (SPD), Andreas Will (Gr\u00fcne)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit vielen Fragen kam die Gruppe aus Dieburger Stadtverordneten und Magistratsmitgliedern der GR\u00dcNEN und SPD, einem Mitglied des Energieb\u00fcrgertisches und des GR\u00dcNEN Ortsverbandes am Samstagvormittag nach Friedrichsdorf in die \u00d6kosiedlung:<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8,7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1982"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1982"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1982\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1991,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1982\/revisions\/1991"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}