{"id":182,"date":"2014-02-02T16:34:26","date_gmt":"2014-02-02T16:34:26","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-dieburg.de\/dieblog\/?p=182"},"modified":"2020-11-03T09:06:16","modified_gmt":"2020-11-03T09:06:16","slug":"dieburger-dreieck-kontra-bebauungsplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-dieburg.de\/web\/?p=182","title":{"rendered":"Dieburger Dreieck &#8211; kontra Bebauungsplan"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge liegen weit zur\u00fcck, bereits im Jahre 1998 gab es erste \u00dcberlegungen, den Fl\u00e4chennutzungsplan zu \u00e4ndern. Beschlossen wurde dies schlie\u00dflich von der Stadtverordnetenversammlung 2009 . Es gab die vorgeschriebene Offenlegung- und es hat niemanden interessiert. Bis die BI auf den Plan trat.  <!--more--> Heute wissen wir, dass diese &#8222;Brache&#8220; \u00fcber 60 Vogelarten beherbergt, eine ganze Anzahl von Fledermausarten, eine seltene Flechte u. a. mehr. Diese Fl\u00e4che wurde umgewidmet von Acker- und Naturfl\u00e4che in Gewerbegebiet. Daf\u00fcr ist  Aussgleichsfl\u00e4che zu schaffen. Im Falle des Dieburger Dreiecks w\u00e4ren dies ca. 16,6 ha. Kleine und kleinste Flecken wurden zusammengesucht und zu Ausgleichsfl\u00e4che erkl\u00e4rt. Gr\u00fcn wurde sozusagen noch gr\u00fcner. Ersatz f\u00fcr einen regionalen Gr\u00fcnzug ist das nicht. Im Regionalplan S\u00fcdhessen ist das &#8222;Dieburger Dreieck&#8220; Als Vorhaltegebiet f\u00fcr besondere Klimafunktion ausgewiesen. Wo bleibt diese Luftschneise, wenn nahezu die gesamte Fl\u00e4che \u00fcberbaut ist? <\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, was sind unsere Gesetze wert, wenn als Ergebnis so etwas hinten rauskommt??<\/p>\n<p>Unter &#8222;Allgemeine Planungsziele&#8220; steht in einem unserer dicken Ordner (Zitat):&#8220; Mit der vertraglichen Sicherung und Umgestaltung einer Ausgleichsfl\u00e4che&#8230;.kann die Beeintr\u00e4chtigung funktional ausgeglichen werden. So wurde die Ausnahme &#8230;von den Schutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes&#8230;von der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde erteilt&#8220;. Zitatende<\/p>\n<p>Das Gesetz wird also, zumindest teilweise, einfach ausgehebelt. Wenn dies so einfach m\u00f6glich ist, was ist dann noch m\u00f6glich, was nutzen uns die besten Gesetze, wenn sie einfach torpediert werden k\u00f6nnen? <\/p>\n<p>In Anbetracht allein dieser Tatsache ist das Monitoring, f\u00fcr das wir uns einsetzen, zwingend n\u00f6tig.  <\/p>\n<p>Als zweiten Punkt m\u00f6chte ich die Logistik ansprechen.  Es ist geplant, s\u00e4mtlichen anfallenden Verkehr \u00fcber die Stra\u00dfe abzuwickeln. Ob das nun 480 Bewegungen sind oder nur die H\u00e4lfte, weil die ander H\u00e4lfte schon rollt, ist unerheblich. Tatsache ist, dass bereits heute unsere Stra\u00dfen \u00fcberf\u00fcllt sind, ( fahren Sie einmal morgens zwischen 6h und 9h auf der B26 die Strecke Aschaffenburg-Darmstadt oder freitags zwischen 13 und 16h die umgekehrte Richtung).  Tatsache ist, dass immer mehr Menschen unter Verkehrsl\u00e4rm und Feinstaub leiden und Tatsache ist, dass unsere Stra\u00dfen um ein Vielfaches mehr durch LKW abgenutzt werden als durch PKW. Die Rechnung zahlt die Steuerzahlerin bzw. der Steuerzahler. Aber: Den Gedanken, die G\u00fcter zumindest streckenweise auf die Bahn zu bringen, hat Fiege erst gar nicht in Erw\u00e4gung gezogen. Dabei ist dies m\u00f6glich. Nicht einfach, aber m\u00f6glich und im Rahmen der Gesamtinvestitionen auch vorstellbar, zumal das Gel\u00e4nde direkt an der Bahn liegt. <\/p>\n<p>Am 14.9.2013 hatte Pro-Bahn eine Besprechung. Thema war das Logistik-Zentrum Dieburg. Die Strecke H\u00f6chst-Sandbach k\u00f6nnte \u00fcber 3-4 KM mit Firmen- und F\u00f6rdermitteln wieder aufgebaut werden, die Trasse ist gesichert. Informationen \u00fcber F\u00f6rdermittel gingen weiter an BM Dr. Thomas. Das B\u00fcro Bonzio, das f\u00fcr die Firma Fiege arbeitet, hat einen Gleisanschlu\u00df noch nicht einmal untersucht! Die Firma Fiege r\u00fchmt sich, dass sie ein Gro\u00dflager mit Vorbildcharakter baut, ein Gro\u00dflager, das neueste Erkenntnisse umsetzt. Das gilt allerdings nicht f\u00fcr den anfallenden Verkehr. Eine Firma, die europa- oder gar weltweit agiert, sollte \u00fcber den Tellerrand hinaus blicken und Zukunft schon jetzt denken. Heute sind intelligente L\u00f6sungen gefragt. Und intelligent hei\u00dft in diesem Fall, dass Mensch und Tier geschont wird, dass wir Menschen geringstm\u00f6glich durch Entstehung von L\u00e4rm und Emissionen belastet werden.<\/p>\n<p>Warum nicht den Vorschlag von Pro Bahn aufgreifen und, als Anfang, wenigstens den Weg von Sandbach nach Dieburg auf der Schiene zur\u00fcck legen? Die Berechnungen sind da, alles was n\u00f6tig w\u00e4re, w\u00e4re ein Umdenken. Intelligente L\u00f6sungen wagen hei\u00dft, Transportwege w\u00e4hlen, die den Menschen nicht den Atem nehmen und die den Menschen nicht den Schlaf rauben. Transportwege w\u00e4hlen, die nicht krank machen, weil sie unertr\u00e4glichen L\u00e4rm verursachen, Transportwege w\u00e4hlen, die menschenfreundlich sind.<\/p>\n<p>Die Firma Fiege hat einen ganzen Stab von Gutachtern und Gutachterinnen beauftragt, kluge Menschen, aber auch Menschen mit Visionen?<\/p>\n<p>Als meine Kinder klein waren, Anfang der 80er Jahre, hatte ich die Vision, dass meine Kinder eines Tages in der Gersprenz baden k\u00f6nnen. Die Gersprenz war damals eine Kloake. Heute nisten Eisv\u00f6gel an den Ufern der Gersprenz und meine Kinder k\u00f6nnten, wenn sie denn wollten, darin baden.<\/p>\n<p>Auch heute habe ich eine Vision, die Vision, dass sich eines Tages intelligente L\u00f6sungen durchsetzen, die den Menschen schonen und die Resourcen schonen.<\/p>\n<p>Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen, so ein Ausspruch unseres Altbundeskanzlers Helmut Schmitt. Ich sage: Ohne Visionen, ohne die Lust, Neues auszuprobieren, Wagnisse einzugehen, w\u00e4ren wir nicht da, wo wir heute sind. Es g\u00e4be nicht den Stand der Medizin, den wir heute haben, nicht den Stand der Technik. Und es geht immer weiter. Es geht weiter in Richtung Intelliegente L\u00f6sung! <\/p>\n<p>Die Firma Fiege ist auf auf nahezu alle W\u00fcnsche und Forderungen vorbildlich eingegangen, auch auf nachtr\u00e4glich gestellte. Und ich bin sicher, dass hier die BI einen gro\u00dfen Anteil daran hat! Und vielleicht wird gerade die Firma Fiege es sein, die , wann auch immer, auf Umdenken schaltet und auch hier den Ehrgeiz hat, Vorbildliches zu leisten.<\/p>\n<p>Mein 3. und letzter Punkt: Der Fahrradweg zwischen Altheim und Dieburg. Viel befahren, haupts\u00e4chlich von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, aber auch gerne genutzt von Erwachsenen. Dieser Weg soll dann im Schnitt alle 3 Minuten unterbrochen werden durch eine rote Ampel. Morgens, wenn die Kinder zur Schule fahren, es eilig haben, wenn Nebel die Sicht nimmt, oder wenn es kalt ist. K\u00f6nnen Sie sich das vorstellen? Nicht wirklich. Herr Fiege, Sie wollen Wurzeln schlagen in Dieburg, Sie wollen sich wohl f\u00fchlen hier. Treffen Sie Vorsorge f\u00fcr unsere Kinder, bauen Sie den Fahrradweg so, dass keinerlei zus\u00e4tzliches Gefahrenpotential f\u00fcr unsere Kinder entsteht und hier meine ich auf keinen Fall die Verlegung an die Bahn!<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, ich habe eine einzige Stimme. Diese eine Stimme werfe ich in die Waagschale und mit mir mein Kollege und stimme gegen dieses Projekt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren, Die Anf\u00e4nge liegen weit zur\u00fcck, bereits im Jahre 1998 gab es erste \u00dcberlegungen, den Fl\u00e4chennutzungsplan zu \u00e4ndern. 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