Stellungnahme zur Aufforderung des „Runden Tisch Dieburg“, den Klimanotstand auszurufen

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Den Klimanotstand ausrufen, weil in der Vergangenheit nichts oder nicht genug getan wurde?

Stimmt das?

Abgesehen davon, dass es immer zu wenig sein wird, was wir in Dieburg tun, um der weltweiten Klimaerwärmung entgegenzuwirken, haben wir einiges auf den Weg gebracht. Es wird jedoch immer eine Momentaufnahme sein. Die „Fridays for future“ Bewegung gab Anregung und Anstoß zu bundesweiten Anträgen, den Klimanotstand auszurufen. Dies ist zu begrüßen und wäre auch für Dieburg angemessen, wenn es bisher keine Initiativen gegeben hätte, die deutlich machen, dass Klimaschutz ganz oben auf unsrer Agenda steht. Die Initiative des Runden Tisches rennt also offene Türen ein.

Was wir als Grüne Fraktion und mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, mit Bürgermeister und Verwaltung bisher angeregt, umgesetzt oder unterstützt haben

  • Stadtradeltouren zum Thema Biotopvernetzung, Naturschutz, Bauplanung, Radverkehrsinfrastruktur
  • Durchsetzung von Baumpflanzungen an Verkehrsflächen
  • Klimaschutzkonzept erstellt, Kreisweites Konzept Teilnahme
  • Beitritt Klimakommune
  • Antrag und Genehmigung Klimaschutzmanager – Erstellung eines umfassenden Aufgabenkatalogs
  • Bauplanung- Prüfung auf Klimarelevanz – besondere Auflagen für Umwelt-Natur -und Klimaschutz (Baugebiet Dieburg Süd nach ökologischen Kriterien)
  • Energiekonzept Dieburg Süd auf den Weg gebracht
  • Carsharing Vertrag unterstützt und ausgebaut
  • Radverkehrskonzept erstellt, Umsetzung Antrag Grüne offen
  • Besonderes Augenmerk auf Maßnahmen gegen Überhitzung
  • Aus Stadtleitbild AG entstanden -bis heute als „Energiebürgertisch „aktive Mitarbeit GRÜNE Stadtverordnete
  • Antrag PV Anlage auf Rekultivierungsfläche am Bahnhof beschlossen, auch wenn P&R Parkplatz umgesetzt wird
  • Ausbau des ÖPNV Angebots /MD Linie, kürzere Taktung Bus und Bahnverbindungen – umfangreiche Stellungnahme zum Nahverkehrsplan
  • Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED
  • Anlage von Blühwiesen und Straßenbegleitgrün durch städtischen Bauhof in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörde des Landkreises
  • Städt. Vorlage zur Verhinderung von Steinvorgärten – leider überstimmt worden

Was wir zusätzlich verfolgen

  • Alle Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung auf ihre Klimarelevanz hin überprüfen.
  • Autofreie Innenstadt
  • Mehr Bäume als Schattenspender – an klimatische Veränderungen angepasste Arten pflanzen

Es wird unterschiedliche Ansätze brauchen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Angesichts der verheerenden Schäden durch die trockenen Sommer, absterbende und von Schädlingen befallene Bäume, Waldbrände in großem Ausmaß wird sich unser Landschaftsbild verändern.
Es gibt auf die Herausforderungen des Klimawandels keine einfachen Antworten.

Fraktion Bündnis90/Die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung Dieburg

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